Wer Datenschutz vernachlässigt, geht hohe Risiken ein

Transparenz schützt und hilft.

Wer den Pflichten der DSGVO und den ergänzenden Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) nachkommt, hat nichts zu befürchten. Viele sehen das größte Risiko in Abmahnungen, weil z.B. die Datenschutzerklärung auf der Webseite fehlt oder fehlerhaft ist. Dabei ist die Zulässigkeit von Abmahnungen derzeit umstritten, da die DSGVo ganz andere Mittel kennt, die Abmahnungen nach der Auffassung vieler Juristen sogar überflüssig machen, weil Abmahnungen nur aus dem Wettbewerbsrecht heraus zulässig sind.

Die Strafen der DSGVO bei Nichtbeachtung der Vorschriften betragen als Sanktionen für Organisationen bis zu 20 Mio € oder 4% des weltweiten Umsatzes. Daneben sieht das BDSG noch Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren und Bußgelder bis zu 50.000,-€ vor, die gegen Verantwortliche ausgesprochen werden können. So sind also Organisation und Führungskräfte gleichermaßen betroffen.

In der Praxis entstehen die größten Risiken nicht bei regelmässigen Kontrollen, sondern bei Beschwerden und Klagen Betroffener. Diese können einerseits entsprechende Prozessfolgen zeitigen und andererseits dann Anlass gezielter Prüfungen werden. Deshalb ist gute Konformität beim Datenschutz der beste Schutz vor den Risiken desselben.